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Fakten und Geschäftsideen

Eine Inovation – Google Glass

Google Glass – mehr als eine Brille

Google Glass Datenbrille

Google Glass – die Datenbrille

Google Glass ist wohl nicht mehr aufzuhalten. Im Jahr 1998 begann die äußert erfolgreiche Geschichte von Google. Doch nach 16 Jahren am Markt besitzt das Unternehmen neben der Videoplattform YouTube und dem zweitgrößten sozialen Netzwerk der Welt – Google Plus – auch eine andere Einrichtung: Google-X-Labor. 8 Milliarden US-Dollar investierte Google 2013 für die Entwicklung von selbstfahrenden Autos, künstlicher Intelligenz und einigem mehr.

Eine dieser Erfindungen steht nun in ihren Startlöchern: Google Glass. Dieses Projekt soll ähnlich funktionieren wie ein Smartphone, nur, dass es als Brille getragen wird. Über ein kleines Retina-Display können die Nutzer im Internet surfen oder Wegbeschreibungen einblenden lassen. Befehle werden durch Sprache, mit Kopfbewegungen oder einem an dem Bügel sitzenden Touchpad erteilt. Kopfhörer gibt es nicht, Töne werden durch Vibration der Bügel über die Gehörknochen zum Ohr geleitet.
Ferner ist die Brille mit einer 4,6 Megapixel Kamera ausgestattet, mit der jederzeit Fotos und Videos (in 1280 x 720 Pixel) aufgenommen werden können. Hierfür reicht bereits das Zwinkern mit einem Auge. Laut Google soll es mit der Kamera zum Beispiel möglich sein, Bekannte nur anhand ihrer getragenen Kleidung in Menschenmengen zu identifizieren.

Goggle Glass mit genau diese Kamera ist, was Datenschützern Sorgen bereitet. Es ist für Nutzer möglich,  von fremden Personen Fotos und Videos anzufertigen, ohne dass diese etwas davon merken. Zudem landen alle Daten zunächst auf Google-Servern, theoretisch könnten sie dort auch längerfristig gespeichert und analysiert werden. Auch Mitschnitte ganzer Gespräche sind möglich, da die Brille über ein Mikrofon verfügt. Wohl auch aus diesem Grund gibt es schon jetzt in den USA Einrichtungen, die das Tragen der Brillen für die 12.000 Käufer des Prototyps nicht gestatten.

Gesichtserkennung mit Google Glass möglich
Da die Brille im Wesentlichen nicht anders funktioniert als normale Smartphones, können auf ihr auch Apps installiert werden, die nicht von Google programmiert wurden. Dadurch könnte zum Beispiel eine Gesichtserkennungs-App hinzugefügt werden.

Wohl auch aus diesem Grund gibt es bereits jetzt Einrichtungen in den USA, die das Tragen der Brillen den gut 12.000 Käufern nicht gestatten. In Ländern wie der Ukraine oder Russland könnte sie zudem unter Spionagetechnik fallen.

Trotz der zum Teil herben Kritik aus allen Seiten, ist die Google Glass die wohl am meisten erwartete technische Erfindung seit geraumer Zeit. Einen richtigen Nutzen könnte sie zum Beispiel bei Wartungsarbeiten haben, wenn die nötige Reparaturanleitung einfach eingeblendet wird. Erhältlich ist die Google Glass derzeit nur in den USA und Großbritannien. Ob sie ein Segen für alle begeisterte von Technik oder ein Fluch für die persönlichen Daten wird, muss sich noch zeigen. Wann die Brille in Deutschland kommt, ist noch nicht klar.